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Die Vitalpilze sind seit tausenden von Jahren im fernen Osten bekannt und auch aktuelle Studien in der "westlichen" Welt sprechen für eine regelmäßige Verwendung. Folgend beschränken wir uns auf allgemeine Begriffserklärungen, Herkunftsbestimmungen, geschichtliche Hinweise und Angaben zu Inhaltsstoffen.
Literatur zu dem Thema finden Sie bei uns unter der gleichnamigen Kategorie.
Shiitake - Lentinula edodes
Maitake - Grifola frondosa
Hericium - Hericium erinaceus
Agaricus - Agaricus blazei Murill
Auricularia - Auricularia polytricha
Coprinus - Coprinus comatus
Polyporus - Polyporus umbellatus
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Shiitake - Lentinula edodes
In China und Japan schätzt man den Shiitake seit etwa 2.000 Jahren.
Der Shiitake ist ein Weißfäulepilz, der ausschließlich auf abgestorbenem Holz v. a. von Eichen, Buchen und Kastanien lebt. Er ist neben dem Kulturchampignon und dem Austernseitling der meist angebaute Pilz der Welt. Er wird auch als König der Pilze bezeichnet. Erste schriftliche Überlieferungen sind aus dem 14. und 15. Jahrhundert bekannt, die Shiitake beschreiben. Seit Anfang der 70er Jahre ist der Shii-take zunehmend in Europa und in Nordamerika sehr beliebt. Der Shii-take besitzt einen hell- bis dunkelbraunen Hut mit 5-12 cm Durchmesser. Seine Lamellen sind weiß oder zartgelb und das Fleisch ist weiß und fest und überaus wohlschmeckend. In der Trockensubstanz der Shii-take-Pilze sind Vitamin B1, Vitamin B2 und Vitamin B3 enthalten. Außerdem enthält der Pilz das Provitamin D (Ergosterol), die Mineralstoffe Kalium, Kalzium, Phosphor sowie Spurenelemente Eisen und Zink. 100 Gramm frischer Shiitake liefert 11% des täglich benötigten Vitamins B2 und sogar 14% der Folsäure, ein oft vernachlässigtes Vitamin. Ganz besonders erwähnenswert ist das Ergosterin, die Vorstufe des Vitamins D2. Es sind im Fruchtkörper 7 der 8 für den Menschen essenziellen Aminosäuren enthalten sowie Eritadenin.
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Maitake - Grifola frondosa
Maitake heißt eigentlich "tanzender Pilz", vermutlich ist das auf seine Wuchsform zurückzuführen. Maitake ist der japanische Name des Pilzes, der bei uns auch Laubporling oder "Henne der Wälder" genannt wird. Über die einzelnen Inhaltsstoffe ist noch wenig bekannt, die Gehalte an Ergosterol, der Vorstufe von Vitamin D sind jedoch bemerkenswert, in 100 g Frischpilz sind 50-150 Einheiten Vitamin D enthalten. Vitamin D fördert die Kalziumaufnahme. Die fördernde Körperaktivität des Maitake wird jedoch hauptsächlich auf die Polysaccharide, darunter Grifolan und Grifolin, sowie metallgebundene Protein und Lektine zurückgeführt. Die sogenannte D-Fraktion im Extrakt des Pilzes ist besonders aktiv.
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Hericium - Hericium erinaceus
Auch Affenkopfpilz genannt enthält dieser Pilz nachgewiesenermaßen reichlich Kalium, Zink, Eisen, Germanium, Selen, Posphor, aber nur wenig Natrium, ferner alle essenziellen Aminosäuren, sowie Polysaccharide und Polypeptide. Der Pilz ist bei uns heimisch, wird inzwischen aber auch weltweit kultiviert. Sein Geschmack erinnert an Hühner- oder Kalbsfleisch. In heißer Butter geschwenkt und mit Limonensaft beträufelt schmeckt er köstlich.
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Agaricus - Agaricus blazei Murill
Vor ca. 40 Jahren entdeckte der japanische Forscher Dr. Takatoshi Furumoto in Brasilien in der Nähe von Sao Paulo. Die Bewohner hatten dem Pilz bedeutungsvolle Namen gegeben, wie "Cogumelo de Deus" - göttlicher Pilz , "Cogumelo do sol"- Pilz der Sonne oder auch"Cogumelo da vida"- Pilz des Lebens.
Der Agaricus blazei murrill enhält neben wertvollen Vitaminen und Mineralstoffen den höchsten Polysaccharidanteil aller bekannten Vitalpilze, allen voran das beta-D-Glucan.
Im Extrakt sind diese Wirkstoffe hoch konzentriert enthalten. Heute wird dieser Pilz weltweit in Kulturen angebaut, insbesondere in Japan, Korea, China, USA und natürlich in seinem Ursprungsland Brasilien.
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Auricularia - Auricularia polytricha
Das Judasohr verdankt seinen Namen der Legende, dass auf dem Holunderbaum, auf dem sich der Jünger Jesu Judas erhängte, ohrmuschelförmige Pilze wuchsen.
Man findet sie demnach auf Bäumen und ihre Substanz ist von gallertartiger Konsistenz. Sie kommen ganzjährig vor und schmecken unauffällig.Daher sind sie ein beliebter Speisepilz in der asiatischen Küche, wo sie zum Andicken von Saucen verwendet werden. In getrockneten Pilzen fanden Wissenschaftler Eiweiß, Fett und Kohlenhydrate, Ballaststoffe sowie mineralische Komponenten. Der Mineralstoffanteil besteht zu 35 % aus Kalium, zu bemerkenswerten 18 % aus Kalzium, jedoch nur zu 6 % aus Natrium. Weitere erwähnenswerte Mineralien sind Magnesium, Phosphor und Silizium. Der Vorteil von Auricularia ist, dass er körpereigene Kollagen nicht angreift, sondern kräftigt.
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Coprinus - Coprinus comatus
Coprinus oder Schopftintling trägt seinen Namen zu Recht, denn alte Exemplare lösen sich einfach in eine wie dunkle Tinte aussehende Substanz auf. Der Schopftintling wächst auf heimischen Wiesen, Äckern und Wegrändern. Er ist leicht zu kultivieren aber nur kurz haltbar.
Der Coprinus ist ernährungsphysiologisch von seinen Inhaltsstoffen her ein sehr interessanter Pilz. Neben dem Austernpilz ist er einer der wenigen Pilze, die Vitamin C enthalten. Der Fruchtkörper des Coprinus enthält 8-13 % Trockensubstanz. Diese Trockensubstanz besteht zu 22-38 % aus Roheiweiß. Im Eiweiß wurden 20 freie Aminosäuren nachgewiesen, darunter alle acht essenziellen Aminosäuren, die der Körper nicht selbst herstellen kann und ihm somit zugeführt werden müssen. In der Trockensubstanz sind u. a. Kalium, Natrium, Magnesium, Eisen, Kalzium, Mangan, Zink, Kupfer, Vitamin C, Niacin (B2), Riboflavin (B2) und Thiamin (BI) enthalten. Aus heutiger Sicht ist dieser äußerst vitaminreiche Pilz gut geeignet, in Phasen von Überlastung oder in der Rekonvaleszenz den Organismus zu kräftigen. Der Coprinus gibt dem Körper die Biovitalstoffe (Vitamine, Enzyme, Aminosäuren) zurück, die er benötigt.
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Polyporus - Polyporus umbellatus
Der Eichhase ist auch in unseren Wäldern heimisch. Er wächst in Büscheln von bis zu 20 kg, hauptsächlich unter Eichen und Buchen.
Im chinesischen Kompendium "Arzneimittel des frommen Bauern" wurde der Eichhase schon vor knapp 2.000 Jahren erwähnt! Er hat in China eine dementsprechend lange Tradition bis zum heutigen Tage!
Im Polyporus sind Ergosterin, die Alfahydroxytetratcosansäure, Biotin (ein B-Vitamin), sowie Polysaccharide und Polypeptide enthalten. In der Trockensubstanz der Fruchtkörper wies man 7,9% Rohprotein, mit 45,6% sehr viel Ballaststoffe, 0,5% Kohlenhydrate und 6,6% Mineralstoffe nach. Im Mineralstoffanteil wurden beachtliche Mengen Kalzium, Kalium, Eisen, wenig Natrium, an Spurenelementen Mangan, Kupfer und Zink nachgewiesen.
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